Tromsø liegt ca. 1200 km nördlich von Oslo und somit noch über
dem Nördlichen Polarkreis.
Trotzdem waren einige Supporter des Vereins vor der Begegnung im Onkel
Blå anzutreffen, wobei der Großteil jener allerdings aus
der Umgebung von Oslo angereist sein dürfte. Die Stimmung bei
den anwesenden ca. 3.500 Zuschauern im Nadderund Stadion ist gut, kämpft
Tromsø zu diesem Zeitpunkt doch eher um den Klassenerhalt und
scheint somit ein einfacher Gegner für die Blauen zu sein. Stabæk
will und muss punkten, um einen der begehrten UEFA – Cup Plätze
nicht aus den Augen zu verlieren. Das Wetter ist - wieder einmal -
sonnig und für die Jahreszeit angenehm warm, ideales Fussball – Wetter
also.
Die erste Halbzeit ist sehr ausgeglichen, keine wesentliche Vorteile
für das Blue Dream Team. Die Abwehr von Tromsø hat aber
auch nicht viel Arbei, spiel sich doch fast alles im Mittelfeld ab.
Gefährlich wird es allerdings immer wieder bei Eckstössen
von Tommy Stenersen, und bei einer guten Schussszene kurz vor der Pause
von Martin Andresen, als dieser aus ca. 20 Metern abzieht und der Keeper
aus Tromsø sein ganzes Können unter Beweis stellen muss.
Die
zweite Halbzeit beginnt zuerst wie die erste Halbzeit, wird dann aber
innerhalb von 5 Minuten sehr vielversprechend. 10 Minuten sind
in der zweiten Halbzeit vergangen, als Stian Ohr (der Neuzugang aus
V.I.F.) den Ball annimmt und sich bis zum Strafraum dribbelt und abzieht…leider
aber prallt der Ball ab und fällt vor die Füsse von Peter
Sand. Der zögert nicht lange und hält aus ca. 10 Metern drauf
und lässt dem Torwart von Tromø keine Chance. 1:0!
Es waren kaum die Jubelschreie im Nadderund Stadion verstummt, da bekommt
die Nr. 16 – Christian Holter - 5 Meter vor der Mittelline den
Ball und sieht sehr schnell, dass der Tromsø-Torwart 10 Meter
vor seinem Tor steht. Aus knapp 55 Metern schiesst Christian…und
trifft!!!
2:0! Damit hatte niemand, der Keeper schon gar nicht, gerechnet. Bekkestua
steht Kopf und auch der Torschütze reisst sich vor Freude sein
Trikot vom Leib und lässt sich von der kompletten Mannschaft inkl.
der Bank abfeiern. Ein Traumtor, das bestimmt gute Chancen zum „Tor
des Jahres“ hat. Danach hörte man übrigens von den
Supportern bei jeder Ballannahme von Christian ein „Schiess,
Schiess, Schiiiieeeess!
Das Spiel scheint für die meisten im Stadion
gelaufen gewesen zu sein.
Doch das ein Spiel 90 Minuten dauert, weiss jetzt zumindest auch der
letzte Zuschauer, der an diesem Sonntag Nachmittag anwesend war. Aber
eins nach dem anderen. I.A. Olsen wird aus der Partie genommen, der
beste Spieler bis dahin, unverständlich seine Auswechslung, aber
aufgrund einer Verletzung und einer drohenden Gelb - Sperre sinnvoll
und nicht zu ändern. Dafür kommt Tryggvi Gudmundsson zu seinem
Einstatz nach längerer
Verletzungspause. Stabæk hat nun zwar noch eine gute Situation,
ein Schuss aus 16 Meter, der aber gut gehalten wird. Und plötzlich
wendet sich das Spiel innerhalb von 5 Minuten, diesmal aber (leider)
zu Gunsten der Gäste.
2 kapitale Abwehrfehler bescheren den Gästen noch ein 2:2. Das
2:1 war ein ansehnlicher Schuss aus dem 16-Meter-Raum, bei dem der
Stabæk-Keeper nicht besonders glücklich aussieht. Das 2:2
Ausgleichtor nimmt seinen Anfang als ein „Rumgestocher“ am
rechten Strafraum, der Ball fliegt unerwartet lang in die linke Torecke,
und wird dem herausstürmenden Keeper Jon Knudsen noch rein geschoben.
Danach Abpfiff. Den Sieg schon fest in der Tasche geglaubt, und nun… Ein
Schlag in die Magengegend. Enttäuschung bei den Spielern, dem
Trainer und den Fans, Applaus gibt es aber trotzdem.
Die Stimmung hinterher
war unglaublich depressive. Zu tief sass der Schock bei den Fans, auch
nach einer Weile im „Onkel Blå wollten
Gespräche kaum zustande kommen, weil jeder wusste dass diese verschenkten
Punkte nachher fehlen könnten um den begehrten UEFA – Cup
Platz zu erreichen.
Makka
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Der 13. Spieltag sollte kein glücklicher Spieltag für Stabæk
werden,
kamen mit Viking Stavanger nicht nur ein angeblicher „Angstgegner“,
sondern auch
der derzeitige 3. platzierte der norwegischen Elitegrpupe nach Bekkestua.
Ein wunderschöner Sommerabend brachte zwar den ein oder anderen
Gast
mehr ins Stadion, aber wohl durch die Ferienzeit war das Stadion mit
gerade mal 3400 Gästen
nicht so lautstark wie im April dieses Jahres beim 1. Heimspiel der
Saison.
Bei der Aufstellung gab es dann auch direkt die 1. Überraschung,
der Mannschaft fehlte wegen einer Verletzung (Fussbruch) der isländische
Nationalspieler Tryggvi Gudmundson.
Das Spiel hatte wenige Höhepunkte zu bieten, zumindest aus Sicht
der Heimmannschaft.
Fehlpässe und wenige Kombinationen brachten das ein oder andere
mal die Fans zur Verzweiflung.
Die gefährlichste Situation der 1. Halbzeit war dann folglich
auch eine Standardsituation,
die aber durch eine Glanzparade vom Keeper aus Stavanger an die Latte
gelenkt wurde.
Das 1:0 der Gäste fiel Mitte der 1. Halbzeit durch eine ansehnliche
Kombination,
wobei der Keeper Jon Knudsen keine Chance hatte, diesen Ball zu halten.
Die 2. Halbzeit war genauso planlos wie die 1. Halbzeit. Wobei aus
meiner Sicht
von Motivation lediglich bei der Abwehr um Tommy Stenersen gesprochen
werden konnte. Dort wurde sich bemüht, aber es konnte nicht verhindern
werden, dass durch eine dumme Aktion ein Elfmeter in der Schlussphase
die Entscheidung brachte. Und auch diesmal gab es für Torwart
Jon Knudsen nichts mehr zu halten…
Stabæk verlor das Heimspiel zurecht und muss sich im Mittelfeld
und Sturm um mindestens 80 % steigern, um annähernd Anschluss
an die Spitzengruppe zu halten. Trotzdem gab es Applaus für die
abgekämpften Spieler, die
sichtlich geknickt sich mit eher beschämenden Haupt
bei den Stabæk Supportern bedankten.
Die jetzt schon legendäre „After-Show Party“ nach
dem Spiel im „Onkel Bla“ fiel trotz der Niederlage „
feucht fröhlich“ aus und hatte zur Foge, dass der eine (Richard)
oder andere (ich) den nächsten Tag mit Kopfschmerzen begann.
Makka
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