Spielberichte
21.09.2003 Stabæk – Tromsø 2:2

Tromsø liegt ca. 1200 km nördlich von Oslo und somit noch über dem Nördlichen Polarkreis.
Trotzdem waren einige Supporter des Vereins vor der Begegnung im Onkel Blå anzutreffen, wobei der Großteil jener allerdings aus der Umgebung von Oslo angereist sein dürfte. Die Stimmung bei den anwesenden ca. 3.500 Zuschauern im Nadderund Stadion ist gut, kämpft Tromsø zu diesem Zeitpunkt doch eher um den Klassenerhalt und scheint somit ein einfacher Gegner für die Blauen zu sein. Stabæk will und muss punkten, um einen der begehrten UEFA – Cup Plätze nicht aus den Augen zu verlieren. Das Wetter ist - wieder einmal - sonnig und für die Jahreszeit angenehm warm, ideales Fussball – Wetter also.

Die erste Halbzeit ist sehr ausgeglichen, keine wesentliche Vorteile für das Blue Dream Team. Die Abwehr von Tromsø hat aber auch nicht viel Arbei, spiel sich doch fast alles im Mittelfeld ab. Gefährlich wird es allerdings immer wieder bei Eckstössen von Tommy Stenersen, und bei einer guten Schussszene kurz vor der Pause von Martin Andresen, als dieser aus ca. 20 Metern abzieht und der Keeper aus Tromsø sein ganzes Können unter Beweis stellen muss.

Die zweite Halbzeit beginnt zuerst wie die erste Halbzeit, wird dann aber innerhalb von 5 Minuten sehr vielversprechend. 10 Minuten sind in der zweiten Halbzeit vergangen, als Stian Ohr (der Neuzugang aus V.I.F.) den Ball annimmt und sich bis zum Strafraum dribbelt und abzieht…leider aber prallt der Ball ab und fällt vor die Füsse von Peter Sand. Der zögert nicht lange und hält aus ca. 10 Metern drauf und lässt dem Torwart von Tromø keine Chance. 1:0!
Es waren kaum die Jubelschreie im Nadderund Stadion verstummt, da bekommt die Nr. 16 – Christian Holter - 5 Meter vor der Mittelline den Ball und sieht sehr schnell, dass der Tromsø-Torwart 10 Meter vor seinem Tor steht. Aus knapp 55 Metern schiesst Christian…und trifft!!!
2:0! Damit hatte niemand, der Keeper schon gar nicht, gerechnet. Bekkestua steht Kopf und auch der Torschütze reisst sich vor Freude sein Trikot vom Leib und lässt sich von der kompletten Mannschaft inkl. der Bank abfeiern. Ein Traumtor, das bestimmt gute Chancen zum „Tor des Jahres“ hat. Danach hörte man übrigens von den Supportern bei jeder Ballannahme von Christian ein „Schiess, Schiess, Schiiiieeeess!

Das Spiel scheint für die meisten im Stadion gelaufen gewesen zu sein.
Doch das ein Spiel 90 Minuten dauert, weiss jetzt zumindest auch der letzte Zuschauer, der an diesem Sonntag Nachmittag anwesend war. Aber eins nach dem anderen. I.A. Olsen wird aus der Partie genommen, der beste Spieler bis dahin, unverständlich seine Auswechslung, aber aufgrund einer Verletzung und einer drohenden Gelb - Sperre sinnvoll und nicht zu ändern. Dafür kommt Tryggvi Gudmundsson zu seinem Einstatz nach längerer
Verletzungspause. Stabæk hat nun zwar noch eine gute Situation, ein Schuss aus 16 Meter, der aber gut gehalten wird. Und plötzlich wendet sich das Spiel innerhalb von 5 Minuten, diesmal aber (leider) zu Gunsten der Gäste.

2 kapitale Abwehrfehler bescheren den Gästen noch ein 2:2. Das 2:1 war ein ansehnlicher Schuss aus dem 16-Meter-Raum, bei dem der Stabæk-Keeper nicht besonders glücklich aussieht. Das 2:2 Ausgleichtor nimmt seinen Anfang als ein „Rumgestocher“ am rechten Strafraum, der Ball fliegt unerwartet lang in die linke Torecke, und wird dem herausstürmenden Keeper Jon Knudsen noch rein geschoben. Danach Abpfiff. Den Sieg schon fest in der Tasche geglaubt, und nun… Ein Schlag in die Magengegend. Enttäuschung bei den Spielern, dem Trainer und den Fans, Applaus gibt es aber trotzdem.

Die Stimmung hinterher war unglaublich depressive. Zu tief sass der Schock bei den Fans, auch nach einer Weile im „Onkel Blå wollten Gespräche kaum zustande kommen, weil jeder wusste dass diese verschenkten Punkte nachher fehlen könnten um den begehrten UEFA – Cup Platz zu erreichen.

Makka


*Forza Stabæk*


20.07.2003 Stabæk – Viking Stavanger 0:2


Der 13. Spieltag sollte kein glücklicher Spieltag für Stabæk werden, kamen mit Viking Stavanger nicht nur ein angeblicher „Angstgegner“, sondern auch der derzeitige 3. platzierte der norwegischen Elitegrpupe nach Bekkestua. Ein wunderschöner Sommerabend brachte zwar den ein oder anderen Gast mehr ins Stadion, aber wohl durch die Ferienzeit war das Stadion mit gerade mal 3400 Gästen nicht so lautstark wie im April dieses Jahres beim 1. Heimspiel der Saison.

Bei der Aufstellung gab es dann auch direkt die 1. Überraschung, der Mannschaft fehlte wegen einer Verletzung (Fussbruch) der isländische Nationalspieler Tryggvi Gudmundson.

Das Spiel hatte wenige Höhepunkte zu bieten, zumindest aus Sicht der Heimmannschaft. Fehlpässe und wenige Kombinationen brachten das ein oder andere mal die Fans zur Verzweiflung. Die gefährlichste Situation der 1. Halbzeit war dann folglich auch eine Standardsituation, die aber durch eine Glanzparade vom Keeper aus Stavanger an die Latte gelenkt wurde. Das 1:0 der Gäste fiel Mitte der 1. Halbzeit durch eine ansehnliche Kombination, wobei der Keeper Jon Knudsen keine Chance hatte, diesen Ball zu halten.

Die 2. Halbzeit war genauso planlos wie die 1. Halbzeit. Wobei aus meiner Sicht von Motivation lediglich bei der Abwehr um Tommy Stenersen gesprochen werden konnte. Dort wurde sich bemüht, aber es konnte nicht verhindern werden, dass durch eine dumme Aktion ein Elfmeter in der Schlussphase die Entscheidung brachte. Und auch diesmal gab es für Torwart Jon Knudsen nichts mehr zu halten…

Stabæk verlor das Heimspiel zurecht und muss sich im Mittelfeld und Sturm um mindestens 80 % steigern, um annähernd Anschluss an die Spitzengruppe zu halten. Trotzdem gab es Applaus für die abgekämpften Spieler, die sichtlich geknickt sich mit eher beschämenden Haupt bei den Stabæk Supportern bedankten.

Die jetzt schon legendäre „After-Show Party“ nach dem Spiel im „Onkel Bla“ fiel trotz der Niederlage „ feucht fröhlich“ aus und hatte zur Foge, dass der eine (Richard) oder andere (ich) den nächsten Tag mit Kopfschmerzen begann.

Makka




*Forza Stabæk*
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