Spielberichte

11.09.2002 Pokal Viertelfinale Stabæk - Lyn 7:6 (n. Verl./n. Elfm.)

Während eine Hälfte meines Herzens die 7 Tore bei St. Pauli feierte, bangte und zitterte die andere Hälfte mit "meinen" Norwegern.
Via SMS hielt ich mich auf dem Laufenden, was im Ullevaal passierte - und es passierte eine Menge...
Los geht es schon recht rasant, in der 3. min geht Stabæk 1:0 in Führung (Tommy Stenersen). In der 23. min schafft Lyn den Ausgleich. Bis zur Pause passiert nichts aufregendes mehr. In der zweiten Halbzeit dominiert Lyn, es gibt aber keine (gültigen)Tore mehr (2 Tore von Lyn werden wegen abseits abererkannt)
.
Damit heisst es Verlängerung.
Während im Millerntor alles schon feiert, schaue ich auf mein Handy:
"Extra time" - Reichen die Kräfte noch? denke ich und hoffe das beste.
"97. min 1:2. Shit!" - und da glaube ich, dass die Jungs es nicht mehr schaffen können, und will mich mit der Niederlage schon abfinden.
Das erste Bier am Clubheim und die letzten Minuten der Verlängerung, da kommt eine SMS: "2:2" - Tatsächlich in der letzten Sekunde der Verlängerung schafft Stabæk das 2:2!
"Penalties" - Oh wei! Wer hat jetzt die besseren Nerven?
Inzwischen sind wir am Millers angelangt, es ist voll, alles gut gelaunt und am Singen. Noch ein Bier und keine Antwort aus Norwegen...
21.48 dann die schönsten zwei Worte des ganzen Abends:
"We won!"
Danach schmeckt das "Siegerbier" noch viel viel besser!
Danke Jungs, das habt ihr fantastisch gemacht!


Und hier die Torschützen:
reguläre Spielzeit:
1:0 Tommy Stenersen (3. min)
2:2 Tryggvi Gudmundsson (120. min!)

Elfmeterschiessen:
LYN trifft (Gudmundsson) 3-2
STABÆK trifft (Christian Holter) 3-3
LYN trifft (Hanssen) 4-3
STABÆK trifft (Marel Baldvinsson) 4-4
LYN trifft(Lagerløf) 5-4
STABÆK verschiesst (AndreMuri) 5-4
LYN trifft (Sigurdsson) 6-4
STABÆK trifft (Christian Wilhelmsson) 6-5
LYN verschiesst (Berntsen)6-5
STABÆK trifft(Martin Andresen) 6-6
LYN verschiesst (Lustü) 6-6
STABÆK trifft (I. A. Olsen)

7:6! Stabæk ist klar fürs Halbfinale!!!!


Maren, 13.09.2002


Ikke for de med svakt hjerte
Nichts für die mit schwachen Herzen

Dieses Spiel im Ullevaal hatte die meisten aufgeregt, von der Freude über Tommys 0:1 Treffer, bis zur Enttäuschung über Lyns Ausgleich, bis zur Verzweiflung, dass Lyn dominiert in der zweiten Halbzeit und dann bis zur Resignation als Helgi Lyn in der Verlängerung in 2:1 Führung bringt, bis zur neuen Freude als Tryggvi zu einem "Carew" wird und trifft, als nur noch ein paar Sekunden zu spielen sind. Und zum Schluss dass ganz unwirkliche Gefühl zu sehen, wie Inge Andre den sechsten Elfmeter eiskalt ins Netz haut.
Stabæk hatte Lyn aus dem Pokal geworfen und wir bekamen die Bestätigung, dass es beim Fussball nicht um Gerechtigeit geht. Aber wer denkt schon gross an so was an einem solchen Tag? Keiner derer, die für Stabæk waren.

Selbst wenn es spielmässig von Stabæk kein gutes Spiel war, finde ich, Jon hat es verdient, vorgezogen zu werden
Jon spielte ein Super Spiel heute, und verdient viel Ehre, dass wir weiterkamen. Und ich weiss nicht wie Tryggvi es schaffte auf zwei steifen Beinen zu hüpfen, um das 2:2 reinzuköpfen, aber welche Rolle spielt das, so lange der Traum vom Ullevaal weiterlebt.


Tor Arnø, 12.09.2002


Stabæk - Vålerenga 0:0

(2. Serienrunde)

Wie es in der Presse stand, war der Rahmen um diesen Kampf herum perfekt. Vor dem Spiel gab es in Bekkestua haufenweise Stabækfans und Klansleute, die Bier in sich hineinschütteten und es sich in der Sonne gemütlich machten. Fanzineinteressierte konnten Alltid, Uansett, Frekkazinen und Klansropet kaufen. Die Busse hatten Stabækfahnen, und viele Häuser in der Umgebung des Stadions ebenfalls. Das Stadion war nahezu voll. Und selbst wenn Stabæk ein Scheißspiel spielte, schafften sie es doch nicht ganz, die feine Stimmung auf den Tribünen zu zerstören. Wir von Stabæk Support hatten ein nahezu volles Feld, alle beteiligten sich an den Gesängen, und wir müssen sagen, daß wir mit dem Stoß gut zufrieden sind. Es begann recht schön, ließ aber in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit etwas nach. In der zweiten kamen wir gut zurück und hatten während des ganzen Kampfes rechte Abwechslung und sangen nur "die Favoriten" mehr als einmal. Die Hovis (Leute auf der Hauptribüne) waren nicht so in Form wie wir gehofft hatten, aber das kam wohl von Stabæks Spiel. Sie werden wohl stärker werden, vielleicht bereits beim nächsten Heimspiel, und das ist einen regen Austausch von Rufen zwischen Hovis und Stehplätzen geeignet. Gegen Schluß sahen wohl alle ein, daß der Kampf nicht zu gewinnen war, aber anstelle von Mißfallenskundgebungen, von denen es im letzten Jahr viele gab, stimmten wir einen neuen Gesang an, der eine Viertelstunde dauerte und gut ankam. Wird wohl ein neuer Tribünenfavorit werden. Die Klanen-Fans waren besser als seit vielen Jahren auf Nadderud. Sie sangen viel öfter als sie es in der Vergangenheit zu tun pflegten, und es half wohl, daß ihre Mannschaft nicht traditionsgemäß in Bærum niedergespielt wurde. Trotzdem hätten sie mehr trompeten können, meine ich, ihre Anzahl in Betrachtung gezogen. Aber es ist ja möglich, daß ein paar, die bis Samstagabend noch mit Selbtsgebranntem beschäftigt waren, die Kurve nicht gekriegt hatten...



Start-Stabæk 1:1
(1. Serienrunde)

33 Mann fuhren am Samstag runter nach Kristiansand, aber als das Spiel angepfiffen wurde, waren 150 Stabækfans oder so vor Ort. Wir sind uns nicht zu schade, sagen zu müssen, daß das ein gutes Gefolge war.
Der erste Kampf des Jahres ist immer von kleinen Problemen geprägt, und alles sitzt nicht so, wie es soll, und dieser Kampf war keine Ausnahme. Es gab etwas zu viel Leerlauf, und darüber hinaus hatten nicht alle Gesänge den Druck, den sie hätten haben sollen. Trotzdem lief es an einzelnen Stellen gut, und wir sollten wohl ganz zufrieden mit der Serieneröffnung sein. Wenn man auf derselben Seite steht, ist es nicht leicht, das Geschrei der Gegner zu hören, und es wird ja nicht gerade leichter, wenn die Gegner Start und Tigerberget sind. Sie machten ihre Sache zwar gut, aber imponierten niemandem. Ein schlappes kasterullstifo das fünf Minuten vor dem Einzug der Mannschaften begann und den Rest des Spieles andauerte hatten sie auch.


Stabæk Inferno