31.07.2004 Wuppertaler SV Borussia – St. Pauli 0:1 – (0:0)
Saisonauftakt
der Saison 2004/2005 des FC St. Pauli und das ausgerechnet beim letztjährigen
Aufstiegskandidaten Wuppertal. Schwieriger hätte es nicht kommen
können für den FC - wollte man
doch die bisher guten Leistungen der Testspiele in der neuen Saison
fortsetzen…
Das „Stadion am Zoo“, eine umgebaute Radrennbahn, bot eine
ungewohnte Zuschauerperspektive für Gäste- und Heimfans.
So stand hinter dem Tor nicht wie gewohnt ein Zuschauerblock, sondern
ein Denkmal geschütztes Haus, wodurch man der störenden Laufbahn
und den riesigen Werbetafeln unter den jeweiligen Stehplätzen
wenigstens etwas gemühtliches abgewinnen konnte.
Auch mit der Fusionierung des Wuppertaler SV und Borussia Wuppertal
waren wohl nicht alle Fans einverstanden. So standen die WSV Anhänger
auf der Stehplatzseite und die Borussen Fans auf der gegenüberliegenden
Sitztribüne – wobei die Borussen Fans allerdings zahlenmäßig
weit unterlegen waren.
8.000 Fans, davon 1.000 aus oder für den FC St. Pauli angereist,
saßen bei 30 Grad und einem lauen Lüftchen schon vor der
Partie auf dem Trockenen, denn der Gastgeber war offenbar weder auf
das Wetter noch auf solch eine Menge von Fans bzw. Auswärtsfans
vorbereitet.
Da es sowieso kein richtiges Bier gab, wunderte es doch, dass auch
die alkoholfreien Getränke schon vor Beginn der Partie ausverkauft
waren. Gleiches galt übrigens auch für das Essen !!! Laut
Augenzeugen soll aber nach der Halbzeit teilweise Nachschub vorhanden
gewesen sein. Peinlich !
Zum Spiel:
Langweilig. O.k. die 1. Halbzeit plätscherte
so vor sich hin und bis auf einen Kopfball
mitte der Halbzeit passierte hüben wie drüben gar nichts.
Eine Chance hatte Mazingu-Dinzey dann doch noch als er alleine auf
das Tor zulief, dann aber zum Erstaunen aller den Ball unmöglich
vertändelte. Auch bei Wuppertal kam gar nix zustande, Gott sei
Dank.
Nach der Pause war jedoch richtig Feuer im Spiel. Einen langen Ball
von Hollerieth verlängerte Wojcik per Kopf, und weil der Keeper
aus Wuppertal entweder geblendet war oder gepennt hatte, konnte Mazingu-Dinzey
aus kurzer Distanz zur Führung einschieben (ca. 50.). Danach gab
es nur noch eine Möglichkeit für den FC St. Pauli von Bounoua,
dieser Schuss ging allerdings daneben.
Die restliche Spielzeit war eine
reine Abwehrschlacht, mit dem glücklicheren
Ende für den FC. Riesenglück hatten die Braun Weissen noch
kurz vor Schluss, als ein St.Pauli- bwehrspieler gerade noch auf der
Linie klären konnte, während Keeper Ho-Ho-Hollerieth bereits
geschlagen am Boden lag. Auch der Nachschuß ging, Gott sei Dank,
nur gegen die Latte. Puh ! Durchatmen und Schluss !!! Welch ein Jubel!
Unschöne Szenen gab es leider direkt nach dem Spiel als frustrierte
Anhänger des WSV vor dem Stadion bzw. an den Busstationen randalierten.
In geselliger Runde machten wir es uns lieber in einem Biergarten direkt
am Hauptbahnhof gemültlich. Unter uns die Wupper – über
uns die Schwebebahn und die Nachmittagssonne im Gesicht. Ein perfekter
Tag mit Freunden aus St. Pauli. |