Fakt ist...
..., dass auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung
des FC St. Pauli von 1910 e. V. ein neues Präsidium gewählt
wurde.
Neuer Präsident des FC St. Pauli ist der vom Aufsichtsrat vorgeschlagene
Kandidat Corny Littmann, der seit Dezember 2002 schon als Interimspräsident
amtierte. Seine gewählten Vizepräsidenten sind Gunter Preussker
und Guntram Uhlig.
Präsident Corny Littmann zum Ausgang der Wahl:
"Ich habe nicht mit so einem überwältigem Ergebnis gerechnet.
Gerade vor dem Hintergrund der Querelen in den letzten Wochen und Monaten,
ist dieses ein klares und eindeutiges Votum der Mitglieder für Ruhe
und konstruktive Arbeit in unserem FC St. Pauli. Wir, das neue Präsidium,
spüren den Rückenwind aus der Mitgliedschaft!"
Die Wahlergebnisse:
Corny Littmann 503 Ja-Stimmen (78 %)
92 Nein-Stimmen
46 Enthaltungen
Gunter Preussker 458 Ja-Stimmen (77 %)
74 Nein-Stimmen
59 Enthaltungen
Guntram Uhlig 376 Ja-Stimmen (63 %)
123 Nein-Stimmen
89 Enthaltungen
Anwesende Mitglieder bei Veranstaltungsbeginn: 678
Stimmberechtigte Mitglieder: 654 |
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www.fcstpauli.de,, 25.02.03
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Gemeinsame Presseerklärung
Christian Pothe und der Aufsichtsrat des FC St. Pauli haben heute einvernehmlich
eine Vereinbarung getroffen, auf deren Basis Christian Pothe mit sofortiger
Wirkung als Vizepräsident des Vereins zurückgetreten ist. Zugleich
endet der Dienstvertrag von Christian Pothe als Geschäftsführer
der FC St. Pauli Beteiligungs GmbH mit dem Ablauf des heutigen Tages.
Über die weiteren Inhalte der Vereinbarung wurde Stillschweigen vereinbart.
Es wird betont, dass Herrn Pothe, entgegen
anderslautenden Medienberichten, keine Vorwürfe bezüglich
eines Fehlverhaltens im Zusammenhang mit seinen Tätigkeiten als
Vizepräsident des Vereins oder Geschäftsführer seiner
Tochter- und Enkelgesellschaften gemacht werden. Die Trennung beruht
vielmehr auf unterschiedlichen Vorstellungen über die zukünftige
strategische Ausrichtung.
Herr Pothe ist seit 1986 in den verschiedensten Funktionen
für den FC St. Pauli tätig gewesen und wird auch weiterhin
Mitglied des Vereins bleiben.
Der FC St. Pauli bedankt sich für das jahrelange
Engagement von Herrn Pothe und wünscht ihm auch weiterhin alles
Gute. |
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FC St. Pauli Pressestelle, 04.02.03
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Burghausen bereitet Pauli-Piraten gigantischen Empfang
Hunderte Schaulustige begrüßten gestern den Sonderzug am Bahnhof
- Bürgermeister Steindl von Hamburgern gefeiert - SV Wacker erzielt
nur 1:1 Burghausen. So etwas hat der Burghauser
Bahnhof noch nie erlebt: Hunderte Schaulustige drängten sich gestern
auf dem Bahnsteig, als um 11.10 Uhr der Sonderzug mit den Anhängern
des FC St. Pauli eintraf. 550 Fans des Kiez-Klubs hatten sich auf die
strapaziöse Bahnreise gemacht - und mussten nach mehr als zwölf
Stunden Fahrt wegen Problemen bei der Bahn sogar noch eineinhalb Stunden
Verspätung in Kauf nehmen.
Die Begrüßung aber ließ freilich die Tortur schnell
vergessen. Denn am Bahnhof wartete eine Burghauser Delegation mit Bürgermeister
Hans Steindl an der Spitze und der Lindacher Blaskapelle als Empfangskomitee.
Per Megafon begrüßte der Rathauschef die Anhänger des
Hamburger Vereins, überwältigt von dem großen Menschenandrang:
"Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir den Bahnhof
größer gebaut!"
Schnell knüpften Hanseaten und Oberbayern Kontakt, vor allem der
Bürgermeister stieg zum Publikumsliebling auf: Erst bekam Steindl
ein St. Pauli-Trikot mit dem Aufdruck "Bürgermeister"
an Stelle des üblichen Namenszuges, dann wurde er sogar auf Händen
durch die Menge getragen.Und die Paulianer gaben den SV Wacker-Fans
auch einen Vorgeschmack auf die Stimmgewalt, mit der sie später
im Stadion ihre Kicker anfeuerten: Mit der Lindacher Blaskapelle lieferten
sie sich ein lautstarkes Duell - Fangesänge kontra Blasmusik.
Steindl dankte den sympathischen Hanseaten sofort, indem er in einem
der zwei Busse, in denen der SVW 130 Pauli-Fans durch die Stadt kutschieren
ließ, als Fremdenführer fungierte. Dort erzählte er
Wissenswertes über die Burg und andere Burghauser Sehenswürdigkeiten.
Die Nordlichter waren davon so begeistert, dass sie Steindl und die
Stadt Burghausen in Sprechchören feierten. "Die hätten
mich als Bürgermeister ja am liebsten mit nach Hamburg genommen",
staunte ein sichtlich gerührter Steindl. Ihre Dankbarkeit ließen
die Hambuger das Burghauser Stadtoberhaupt auch direkt spüren:
"So viele Männerbusserl wie heute zwischen 10 und 12 Uhr habe
ich in meinem ganzen Leben noch nicht bekommen", meinte dieser
schmunzelnd.
Viele der insgesamt mehr als 1300 angereisten Anhänger der Braun-Weißen
erkundeten auf eigene Faust die Burghauser Alt-und Neustadt. Neugierig
beobachteten die Burghauser die Invasion aus dem Norden - weil die Fanclubs
das Motto "Seefahrt" ausgegeben hatten, waren die Piraten
und Matrosen leicht als Fußballfans zu identifizieren. "Die
sind ja alle ganz friedlich", staunten viele Burghauser.
Bestätigen konnte das auch die Polizei: Zwar waren 170 Beamte aus
Nürnberg, Augsburg und dem Direktionsbereich Traunstein im und
rund um das Stadion positioniert, sie verzeichneten jedoch bis zum Ende
der Partie in der Wacker-Arena keine größeren Zwischenfälle.
Auch das erwartete Verkehrschaos blieb aus, freute sich Hubertus Andrä,
stellvertretender Leiter der PD Traunstein: "Die meisten Zuschauer
haben sich an die Empfehlung gehalten, frühzeitig zum Stadion zu
kommen."
Die Wacker-Arena war zum ersten Mal in der noch jungen Zweitliga-Saison
komplett ausverkauft. 8500 Zuschauer sorgten für ein bisher in
Burghausen noch nicht dagewesenes Gänsehaut-Gefühl - vor allem
dank der Pauli-Fans, die pausenlos sangen. Eine Lehrstunde für
die Wackerianer: Trotz Überzahl blieben die Burghauser Anhänger
stimmlich im Hintergrund. Als der SVW in der 53. Spielminute endlich
in Führung ging, wurden die Fans der Kiez-Kicker sogar noch lauter
- und nur sechs Minuten später mit dem Ausgleich belohnt. Zeit
zum Üben haben die SVW-Fans nun einige: Erst im Mai müssen
sie am Hamburger Millerntor antreten. Dann soll es eine Revanche in
Sachen Gastfreundschaft geben, kündigten die Pauli-Piraten an:
"Wir freuen uns, wenn ihr kommt." |
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Burghauser Anzeiger, 25.11.02
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Auf nach Burghausen!!!
Das kann das Ereignis des Jahres werden.
Die Fahrt zum Aufsteiger Wacker Burghausen an der Grenze zu Österreich!
Es werden ca. 1600 Fans des FC St.Pauli erwartet. 1200 Karten wurden allein
schon in Hamburg verkauft! Vom Wiener SC kommt ein Bus mit 42 Leuten,
sowie die "Löwen-Fans gegen Rechts" aus München mit
30 Leuten. Wacker Burghausen rüstet sich für einen grossen Empfang
unser Fangemeinde, einige Kneipen werden extra früh öffnen und
ihr Personal verstärken. AKTIONEN im
Laufe des Tages:
- Der Bürgermeister von Burghausen wird uns bei Ankunft am Bahnhof
begrüßen
- Mit einigen Mann Blasmusik ziehen wir gemeinsam mit Wacker-Fans und
dem Bürgermeister zum Sportpark
(Die Kulturfreaks können gleich Richtung Burg und Altstadt loswandern)
- Konzert (dazu unten noch genauere Angaben)
- Burgführungen (für jeweils etwa 50 Fans) werden stündlich
angeboten durch Burghausener Touristeninfo am Vormittag
Konzert:
Das Konzert wird jetzt in einem größeren Raum (1 Raum für
mind. 500 Fans) stattfinden und zwar um 12.00 Uhr. Der Raum ist in einem
alten Gebäude direkt im Sportpark; etwa 300 Meter vom Sportheim
entfernt, d.h. es kann vorher und nachher die bayerische Stube im Sportheim
zum Essen und Trinken genutzt werden. Getränke und Essen gibt es
allerdings auch im Konzertraum. Wir können also alle gemeinsam
in zwei Räumlichkeiten feiern und pendeln.
Im Konzertraum gibt es Wasch + Duschmöglichkeiten, Verpflegung
mit Bier und warmer Jause. Zur Dekoration können Zaunfahnen aufgehängt
werden.
Der Sonderzug zum Auswärtsspiel am 24. November
in Burghausen ist mit 525 Leute komplett ausverkauft (u.a. werden 30
Leute in Hannover, 25 in Göttingen, 15 in Kassel und 50 "Südzecken"
noch in Würzburg zusteigen).
Zwischen Kassel und Würzburg spielt die 3-Mann Kapelle "Loaded"
aus Göttingen zum Tanze auf. |
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www.fcstpauli.de, 20.11.02
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Presseerklärung von Reenald Koch
Heute am 08.11.02 habe ich den Aufsichtsrat darüber
informiert, dass ich mein Amt als Präsident des FC St.Pauli zum 31.12.02
niederlegen werde. Ich werde künftig eine Anstellung in einem mittelständischen
Unternehmen annehmen, die es mir nicht mehr erlaubt, meine ehrenamtliche
Tätigkeit als Präsident des FC St.Pauli so auszuüben wie
es für das Amt erforderlich ist. Vereine der 1. und 2.Bundesliga
sind heute mittelständische Unternehmen, die auch als solche geführt
werden müssen.
Genau so habe ich seit meinem Amtsantritt am 20.10.00 den Verein geführt,
denn nur so konnten unter anderem folgende infrastrukturellen Verbesserungen
umgesetzt werden:
- Komplette EDV-Ausstattung der Geschäftsstelle
- Nachwuchsleistungszentrum Brummerskamp
- Trainingsgelände Kollaustraße
- Neuorganisation des Lizenzspielbereiches Ferner
wurde der Verein am 20.10.00 mit einem negativem Vereinsvermögen
in Höhe von 2.6 Mio Euro übernommen. Am 30.06.02 weist der
Verein ein positives Vereinsvermögen in Höhe von 0.75 Mio.Euro
aus. Darüber hinaus wurde in den letzten beiden Geschäftsjahren
Gewinn erzielt, welches gerade in der jüngeren Vereinsgeschichte
selten bis gar nicht vorgekommen ist:
- Geschäftsjahr 2000/2001 – Gewinn 0.36 Mio.Euro
- Geschäftsjahr 2001/2002 - Gewinn 3,16 Mio.Euro
Das Stadionprojekt ist auf den Weg gebracht und wie
auf der Jahreshauptversammlung am 25.10.02 verkündet, findet der
Baubeginn zwischen Mai und September 2003 statt.
Die Kommunikation innerhalb des Vereins wurde erheblich
verbessert, denn es ist wohl einzigartig in Fußball-Deutschland,
dass das Präsidium eines Lizenzspielvereins alle 2 Monate über
seine Arbeit den Abteilungsleitern und Organen des Vereins berichtet.
Der Abschied fällt mir außerordentlich
schwer, denn es gibt noch viel zu tun in diesem Verein, z.B. die Ausgliederung
des Lizenzspielbereiches in eine Kapitalgesellschaft, aber meine künftige
Anstellung lässt nur eine Option zu.
Ich möchte mich hiermit von ganzem Herzen bei allen bedanken die
mich während meiner Amtszeit unterstützt und die zur Verwirklichung
des Erreichten beigetragen haben. Denn auf das was in den vergangenen
2 Jahren gemeinsam erreicht wurde, kann man wirklich mit Stolz zurückblicken.
Hamburg, den 08. November 2002 |
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FC St. Pauli Pressestelle, 08.11.02
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Chaos in der Mannschaft
Die Spieler schreien stumm nach Hilfe –
Peter weiter Trainer-Favorit
Sechs Teelichter flackerten vor dem Kabineneingang
des Trainingszentrums. „Danke für Nix“ – stand
dazu auf einer Pappe geschrieben. Wäre noch Leben in den Profis,
hätten sie noch einen Hauch von Ehre – einer von ihnen hätte
das Mahnmal für St. Paulis Hinrichtung beim VfB Lübeck mit
einem kräftigen Fußtritt voller Wut in die Walachei befördert.
Aber nichts passierte, einer nach dem anderen schlich mit hängendem
Kopf vorbei. Wortlos, hilflos. Jeder mit sich selbst beschäftigt.
They walk alone ... Am Ende ihres Weges droht der Sturz in die Drittklassigkeit.
Stumm schreien sie nach Hilfe. Wer rettet uns, wer rettet den FC St.
Pauli? |
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Mopo, 26.08.02
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Chaos in
der Chefetage St. Pauli nach der
0:6-Hinrichtung beim Aufsteiger VfB Lübeck - Koch greift erneut Ex-Trainer
Demuth und Manager Beutel an, gibt selbst Fehler zu Das
St. Pauli-Theater bleibt weiter geöffnet: Das Stück „Chaos
in der Chefetage“ wird zum Dauerbrenner. Nach den Attacken einiger
Aufsichtsratsmitglieder gegen (Ex-) Trainer Dietmar Demuth und Manager
Stephan Beutel legte nun Boss Reenald Koch gegen beide nach –
öffentlich, von interner Kritik, die man sich in die Hand versprochen
hatte, längst keine Spur mehr.
Die Schärfe seiner Äußerungen („Die
Architekten dieses Hauses haben bei der Zusammenstellung des Kaders
gravierende Fehler gemacht“) nach der 0:6-Hinrichtung durch den
VfB Lübeck tut ihm leid: „Ich war nach dem Katastrophen-Fußball
unserer Mannschaft sehr aufgebracht. In der Sache aber stehe ich dazu.
Es geht mir nicht um die Personen, sondern um den Verein. Man muss sich
ständig selbst hinterfragen, ob man alles richtig gemacht hat.
Das tue ich auch und muss feststellen: Ich habe ebenfalls Fehler gemacht.
Ich hätte bei der Kader-Zusammenstellung hier und da mein Veto
einlegen müssen, hätte nicht alles gewähren dürfen.
Das wird mir nie wieder passieren.“
Demuth („Da will wohl jemand von seinen eigenen
Fehlern ablenken“) wollte kein zweites Mal auf Koch reagieren,
sagte bloß: „Dass die St. Pauli-Fans so viele Bilder von
mir in Lübeck hochhielten, ist mir sehr nahe gegangen, zeigt, dass
das Verhältnis zwischen den Fans und mir ein besonderes war.“
Beutel wollte wie Didi zu den Vorwürfen nichts Konkretes sagen,
weil auch er vermutlich durch unbedachte Äußerungen eine
fristlose Kündigung befürchtet. Nur soviel: „Ich bin
erschüttert, wie hier in einer sportlichen Krise miteinander umgegangen
wird.“ Ins Bild passt, dass der von Demuth ausgebootete Torwart-Trainer
Volker Ippig ab heute wieder seinen Job machen darf, sein Nachfolger
Klaus Thomforde nur noch als Team-Manager fungiert.
Dass die schlechte Außendarstellung des
Klubs das Stadionprojekt torpedieren könnte, glaubt Reenald Koch
nicht: „Keine Gefahr.“ |
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Mopo, 26.08.02
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